TBH verteidigt Tabellenspitze beim Wildwechsel in Lüntorf

SG Lüntorf/Emmerthal -TBH: 4:6 (3:1)

3 Tore: "Munna"Lüntorf, 5.04.2019: Torfestival auf der Lüntorfer Waldlichtung am Freitagabend: Auf einem Geläuf, das eher den Hobbybotaniker ob des Artenreichtums der gebotenen Sumpfpflanzenzusammensetzung delektiert als den dann doch schon in der Regel lieber Bier-und kurzpaßorientierten Altligakicker, waren für die vornehmlich einheimischen Zuschauer  beim fußballerischen Dämmerschoppen an der Kreisgrenze beide Tore sperrangelweit auf.

 

Die quadratisch-praktisch-schlechte "Lichtung mit zwei Toren drauf", auf der sich sonst Fuchs und Hase "gute Nacht" sagen, tat ihr übriges dazu, so dass in der Regel das Zufallsprinzip regierte. Die Personalvoraussetzungen waren dabei für den Ligaprimus denkbar schlecht: Als sogar "Gelbbauchunke" Olli Henze (die Älteren unter uns mögen sich noch an den geschmeidigen Klassetorwart aus Landesliga-und Verbandesligazeiten erinnern,  seines Zeichens einer der letzten aufrechten Vertreter der aussterbenden Gattung der nicht mitspielenden Torhüter) kurzzeitig rumpelfüßig als Sturmtank durch den gegnerischen Strafraum glitschte, wußte wohl selbst der letzte Altligafachmann, dass an diesem Freitagabend maximale Personalnot im TBH-Lager angesagt war. Orga-Fuchs "Ralle" Gläser parierte diese Notlage aber mit zwei klugen Schachzügen, indem er "Basti" Hensel und Ole Obermann nachnominierte, welche beide viele wertvolle Akzente setzten.

3 Tore: "Bombi"Nachdem der kleine Tierfreund "Koala" Söchting noch kurz vor Anpfiff einem liebestollen Wander-Kröterich das Leben schenkte, indem er ihn sanft aus der Gefahrenzone des Pütgerischen Wirkungsbereiches an den Spielfeldrand komplimentierte, kam der Turnerbund gut ins Spiel und auch schnell zur Führung. "Munna" Mundhenke hatte sich mit Machete und gutem Orientierungssinn den Weg vor das Gegnertor gebahnt und zielsicher eingelocht. Nun verteidigte der TSV die eigene Hütte wie eine Rotte Bachen ihre Frischlinge, auch wenn TBH-Kultbetreuer "Paule" Borkert im einsetzenden Abendnebel angesichts der unkontrollierten Zweikampfhärte der Hausherren auch den einen oder anderen laufenden Keiler im güldenen Textilkleid erkannt haben wollte. Hilligsfeld wurde nun im Glauben der Erwartung eines lockeren Auswärtssieges zusehends unbekümmerter und fing  sich bis zur Pause dadurch vollkommen zu Recht drei Gegentore, in der Entstehung eines dümmer als das nachfolgende.
In der Halbzeitbesprechung bewies "Munna" Mundhenke Alphatierqualitäten nicht nur auf dem Platz und wies den richtigen Weg in die zweite Hälfte: "Ruhig bleiben, aber  dagegenhalten!" Frei nach Darwin ging es nun nach dem Motto "survival of the fittest" ordentlich rund: MIt "Bombi" Werner hatte Mundhenke dabei  an diesem fußballerisch vergessenswürdigen Vorfrühlingsabend einen kongenialen Leithammel an der Seite, der in den zweiten Hälfte gleich dreimal einlochte und sich im Dreitore-Tandem zusammen mit dem liebenswerten Suppenkaspar aus dem Ostkreis die Treffer am Rande der Karnevalshochburg teilte. So drehte sich im Verlaufe von Halbzeit 2 allmählich das Spiel zu Gunsten des Titelverteidigers. Und spätestens als "Ochsenfrosch" Pütger kurz vor dem Abpfiff Werner gekonnt zu dessen dritten Treffer zum 4:6-Endstand auflegte, war klar, dass an diesem Abend die denkwürdige "Krötenwanderung" unserer Altliga im Lüntofer Wildgehehe von Erfolg gekrönt sein würde. Und der TBH bleibt weiter der Platzhirsch in seiner Liga!

Bestanden die Challenge im Wald: Sven Borkert (C) - Dirk Pütger, Ole Obermann, Olaf Mundhenke (3 Tore), Michael Söchting, Ralf Gläser, Bastian Hensel, Karsten Werner (3), Olliwa Henze

 

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