
Samstag, 26.09.2026 , 15.00 Uhr
BW Tündern – TBH
Wer im Hilligsfelder Lager im September 2019 noch fabuliert hätte, dass der TBH im September 2026 gegen BW Tündern in derselben Liga ein Punktspiel austragen würde, wäre wohl schnellstens von vertrauenswürdigen Personen in weißer Jacke in die nächstoffene Psychiatrie abtransportiert worden.
Damals krökelte der Turnerbund noch in der zweiten Kreisklasse um den Aufstieg und die Schwalben kämpften um den Klassenerhalt in der Oberliga.
Doch mittlerweile ist einiges Wasser die Hamel und die Weser heruntergelaufen.
Aktuell steht der Turnerbund in der Tabelle sogar 6 Punkte vor den Gastgebern und möchte diesen Vorsprung natürlich auch gerne nach dem Schlusspfiff wieder mit ins Dorf der tausend Schweine zurück nehmen.
Vorher aber werden unsere Jungs auf der Kampfbahn durch die Hölle gehen müssen. Auch wenn beide Teams und Vereine viele freundschaftliche Verbändelungen kennzeichnen und BWT und TBH zudem zusammen mit der SSG Halvestorf die Gründervereine des gemeinsamen JFV Hameln sind, müssen diese Freundschaften am Samstag für 90 Minuten plus ruhen.
Denn es geht schon zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison schlichtweg um nichts anderes als das nackte Überleben in der Bezirksliga.
Nach zuletzt 4 zum Teil in der Entstehung unnötigen Hilligsfelder Niederlagen dürfte dabei das Selbstbewusstseins-Level beider Kontrahenten in etwa auf Knöchelhöhe liegen.
Deswegen wird vermutlich die Tagesform und das bessere Nervenkostüm über den Spielausgang entscheiden.
Wenn wir an der „Kampfe“ punkten wollen, müssen wir somit zuallererst auf uns schauen, cool bleiben und unsere individuelle Fehlerquote reduzieren.
Nebenkriegsschauplätze wie beispielsweise Taktikdebatten helfen uns da überhaupt nicht weiter.
Natürlich fehlen uns die ausgefallenen Leistungsträger, allen voran Gitty Karock und Ole Kix, an allen Ecken und Enden. Aber das beste System ist nichts wert, wenn wir – wie zuletzt gegen Springe- bei 3 von 4 Gegentoren individuell die falsche Entscheidung treffen.
An Töneböns Teichen wollen wir wie gewohnt mutig nach vorne spielen, ohne aber in Reminiszenz an den legendären „Graf Backstein“ zu vergessen, dass man mit einer soliden Abwehrmauer auch in der Bezirksliga am ehesten zu sportlichen Erfolgen kommt.
Personell stehen Mitte der Woche noch einige Fragezeichen auf der Kaderliste von Coach Christian Ernst.
Aber egal, wer am Sonnabend auch aufläuft: Wer dann nicht brennt, hat sich irgendwann mal die falsche Sportart ausgewählt!…




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